Musizierende Engel

San Jeronimo
Real Monasterio San Jeronimo

Das Kloster San Jeronimo hatte es mir aus verschiedenen Gründen beim letzten Mal angetan. Ich wollte unbedingt wieder hin. Und es war wieder so: die Stille im Kreuzgang, die nur durch einige Vögel und den fernen Gesang der Nonnen unterbrochen wird, dazu der Duft der Orangenbäume im Innenhof und die Kühle des Gebäudes sind von solch einer starken Atmosphäre, daß man gar nicht wieder weggehen möchte. Ein grandioser Gegensatz zur Schlichheit draußen ist die Kirche selbst, alle Deckenabschnitte sind mit Engeln bemalt,  von denen etliche musizieren. Auch an den Seitenwänden der Kirche finden sich Gemälde, die teilweise mehr nach einem fröhlichen Fest als nach ernsten Themen aussehen. Die Krönung ist ein riesiger Altar mit Gold, der der Kirche die Größe und Würde gibt. Und dann wieder die Schlichheit draußen im Kreuzgang. Schon beim letzten Mal waren mir Kacheln im Fußboden aufgefallen, die einen Namen und eine Jahreszahl trugen. Hier ist nun mal eine von einem heiligen Jose:

                   Ein heiliger Jose

Jeder, der in Granada etwas mehr Zeit hat, sollte diesen Ort, vor allem auch wegen der Kühle und Stille unbedingt aufsuchen. Nur wenige Touristen finden den Weg dahin.

Nun bin ich gut erholt für die letzte Carmen, aber auch sehr traurig, daß alles plötzlich zum Ende kommt. Aber das Leben besteht eben nicht nur aus Carmen, Lilias Pastia und arabischen Märchen. Aber die vielen Inspirationen und Bilder bleiben für den Alltag und wer weiß, ob uns das Glück nicht doch mal wieder so etwas Außergewöhnliches beschert.

Près des remparts de Séville
Chez mon ami Lilias Pastia
J’irai danser la Seguedille
Et boire du Manzanilla…

 

Rosen an der Alhambra
Rosen an der Alhambra

L’Amour est un oiseau rebelle
Quel nul ne peut apprivoiser…
L’Amour est enfant de bohème,
Il n’a jamais connu de loi,
Si tu ne m’aimes pas, je t’aime;
Si je t’aime, prends garde à toi!

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