Märchen aus tausend und einer Nacht

Einladung in die Alhambra
Einladung in die Alhambra

Um meine Erinnerungen an die Alhambra mit jemandem zu teilen, hatten wir uns gestern abend bei unserer lieben Freundin Hilde zum Alhambra-Abend verabredet. Im Kaftan gab es zunächst einen Begrüßungstrunk. Ich hatte Huhn auf marrokanische Art gekocht. Das war gar nicht so leicht, etwas zu finden, aber im Internet gibt es ja sehr viele Vorschläge. Es war lecker, fast ein wenig zu harmlos, obwohl viel Ingwer, Zimt, Safran, frische Petersilie und Koriander den Geschmack verfeinerten. Dazu hatte ich Couscous mit Rosinen und außerdem noch eine Gazpacho-Suppe vorbereitet. Diese hatten wir ja täglich in Spanien gegessen. In Hildes verzaubertem Dachstübchen duftete es nach frischen Kräutern und leise tönten Originalklänge (von der CD!). ich hatte die passende Musik doch noch gefunden: Diaspora Sefardi, sefardische Klänge mit Jordi Savall. Von den beiden CDs mag ich besonders die zweite mit Instrumentalmusik.

Hilde liest
Hilde liest

Höhepunkt des Abends war ein Märchen aus 1001 Nacht, ich glaube, es war der 34. Abend mit wunderschönen Beschreibungen eines Gartens und seinen vielen bunten Blumen, also sehr passend zum Alhambra- Abend. 

Später gab es Käse mit Quittenbrot, das esse ich in jedem spanischen Hotel sehr gern zum Frühstück. Wir hatten Haloumi und Ziegenkäse, der Käse in Spanien ist relativ geschmacksneutral, weißlich, paßt aber gut zu der Quitte.

Dann zeigte ich meine Fotos und las noch ein paar Gedichte direkt von der Alhambra aus dem 11. Jh. Ich hatte am Nachmittag die Filme mit meiner alten „normalen“ Kamera bekommen und bin sehr zufrieden, vielleicht stelle ich davon auch noch paar ins Internet, die Motive sind mit der Spiegelreflex noch schöner, finde ich… Die anderen staunten über die Vielfalt der Ornamente und Muster, obwohl es eben auf den Fotos auch nur die halbe Wahrheit ist, aber immerhin.

gespannt lauschen die Zuhörer
gespannt lauschen die Zuhörer
 Man sollte solche Abende doch öfter machen, vielleicht kann man dann den Zauber einer anderen Welt zu sich ins Leben holen. Vieles hätten wir noch perfekter vorbereiten können, aber ich mag gerade diese spontanen Abende, wo man auch nicht zu viel Arbeit im Vorfeld hat und sich dann gemeinsam mit einem Thema beschäftigt. Da redet man dann auch nicht den ganzen Abend über die Alltagsprobleme,  ich finde es wichtig, daß der Geist ab und zu  frei wird für andere Dinge.
 
Wir wissen ja auch gar nicht, wie die aprupt endende Geschichte der Scheherezade nun weitergeht, aber das können wir sicher ein andermal erfahren, wenn Hildes Dachstübchen wieder verzaubert wird.
 

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