Pelléas Nr.5

Meine Güte, wie die Zeit rast und doch genießen wir die Zeit hier. Leipzig war auch toll, ein wirklich besonderes Konzert. Manchmal konnte man zwischen drin die Stecknadel fallen hören. Ich habe mich sehr gefreut, denn obwohl ich nicht mehr in Leipzig wohne, ist es doch eine Art Heimspiel. Irgendwie möchte man beweisen, dass es nicht falsch war, wegen der Barockmusik und noch dazu auf diesen komischen historischen Instrumenten das Gewandhaus zu verlassen.

Und heute nun die 5.Vorstellung live im Fernsehen Mezzo France. Es war sehr musikalisch, fand ich. Keine Routinevorstellung. Guter Fluss und viele Farben. Langsam weiß man, welches Instrument man ablöst und umgekehrt, wie Wasserwogen fließt die Musik. Mir ist es überhaupt noch nicht langweilig geworden.

Heute mittag war ich noch in der Orangerie und habe mir die Wasserlilien von Monet angesehen, da hörte ich innerlich gleich die Musik von Debussy, der so viel mit Wasser komponiert hat. Entweder stürmt das Meer und tost, oder es tropft ein steter Tropfen in einer Grotte, Wasser faszinierte ihn offensichtlich. Und es gab noch eine kleine, aber sehr schöne Ausstellung von Paul Klee.

In Paris ist der Sommer eingekehrt, es ist wunderbar, wenn man abends noch draußen auf dem Platz stehen und erzählen kann. Es ist noch warm und angenehm, nicht so stickig wie in der Oper.

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