Furchheim Tafelmusik und eine Triosonate

Inzwischen liegen unsere Aufnahmen der Tafel-Musik von Furchheim schon wieder etwas zurück. Aber auch in der Erinnerung bleibt die Freude an der Musik und an der herrlichen Zeit im Schloß Weesenstein erhalten. Die Kapelle ist einfach wunderschön und der Klang wird hoffentlich auch auf der CD zu hören sein.Raum__IMG_0892Schlosskapelle im Schloss Weesenstein

Wir haben die vielen kleinen Sätzchen der „Taffel-Bedienung“ in den eigenartigsten Tonarten gut geschafft, aber ob nun wirklich alle sechs Suiten dieser Tafelmusik an einem Abend hintereinander gespielt wurden? Sebastian Knebel stimmte jeweils für die andere Tonart sein Cembalo um, mitteltönig klingt diese Musik einfach ganz anders. Aber wie wurde das damals gehandhabt?

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Görg, Felix__IMG_0748 Görg, Felix__IMG_0744 Fürstenmusiker__IMG_0810

 

 

 

 

Mit zwei Bratschen gibt es einen vollen Sound!

 

Hingerissen waren wir von den Liedern von Krieger, vor allem von unserem Lieblingslied über die zwei Nymphen Aurora und Stelle. Tobias Hunger sang  mit so viel Ausdruck und Inbrunst, es war eine Freude. Adam Krieger starb 1666 in Dresden. Zu seinen Neuen Arien verfasste Furchheim die Ritornelle. Somit gibt es eine sehr schöne verbindung zwischen den Instrumentalstücken und den Arien. Und am Ende werden natürlich auch der Wein und das Bier besungen, das gehört nun mal mit dazu zur Tafel!

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Manchmal wurde dem Klang in der Kirche buchstäblich hinterhergeschaut!

 

 

Die Fotos sind alle von Hartmut Schütz, der ein paar herrliche Momente erwischte.

Nun fehlt nur noch die Menüfolge und ein guter Koch, dann könnten wir mal richtige Tafelmusik veranstalten! Schlösser gibt es ja genug, vielleicht sogar noch mit historischem Tafelservice!

 

Neben der Tafelmusik haben wir noch eine sehr besondere Triosonate von Furchheim aufgenommen. Meiner Ansicht nach die einzige in dieser besetzung, die von ihm erhalten ist. Das Stück dauert fast eine Viertelstunde und ist in kleine Abschnitte geteilt. Sehr ungewöhnlich im Vergleich zu den relativ kurzen Sätzen der Suiten. Immer wieder greift Furchheim das traurige Anfangsmotiv in e-moll auf und bringt es in verschiedene Formen. Beide Geigenstimmen sind absolut gleich verteilt und unterhalten sich quasi miteinander.

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