Adieu Paris et AU REVOIR!!!

carmen

Ja, wie fühlt man sich nach sieben erfolgreichen, ausverkauften  Vorstellungen von Carmen in der wunderschönen Opera Comique? Nach so vielen Tagen im tollen Paris? Nach so vielen verschiedenen Eindrücken? Eigentlich alles gleichzeitig: erfüllt und total ausgelaugt, denn auch heute in der letzten Vorstellung haben wir trotz Hitze alles gegeben. Das Publikum war auch begeistert, die Sänger einfach großartig, Don José wieder in Hochform und auch John Eliot in bester Verfassung. Ich habe nicht mehr auf den herunterrinnenden Schweiß geachtet, sondern einfach losgegeigt.

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Aber morgen früh (in wenigen Stunden und ich muß noch packen!!!) fliegen wir nach Granada und darauf freue ich mich wahnsinnig. Das ist einer der beeindruckendsten Orte, die ich in meinem Leben bisher gesehen habe. Und dann dort Carmen, ich bin begeistert, daß ich so was erleben darf.

PS.Vor 3 Jahren waren wir mit einem Mozartprogramm dort, einige Fotos sind auf meiner Homepage zu finden:

Fotoalbum Alhambra 2006

Ein Wochenende der Gegensätze

Nachdem wir am Donnerstag bei der Direktübertragung von „Carmen“ in alle möglichen französischen Kinos fast weggeflossen sind und kein Portamento auf den klebrigen Darmsaiten mehr möglich war, stieg ich am Freitag in Leipzig pünktlich aus dem Flugzeug und es nieselte bei 17Grad. Die Proben waren schön und anstrengend, ich hatte mir wieder viel Mühe bei der Zusammenstellung des Programmes „Von Bächen und Bäumen“ gegeben, aber jedes Jahr ist es dann doch wieder zu viel zum Proben mit so wenig Zeit. Sonnabend früh nieselte es wieder, es war nicht kalt, aber auch nicht gerade sommerlich gemütlich. Na ja, wir bereiteten drinnen alles vor und konnten dann aber doch den ersten Teil unseres Sommerfestes draußen spielen. Das war schön.

Blau und Grün für Bach und Baum
Blau und Grün für Bach und Baum
 

Kuchen gab es auch draußen und dann ging es im Saal mit Erlebach und Ariosti weiter. Es war wirklich ein schöner Nachmittag und letztlich hätte es mit starken Gewittergüssen noch schlimmer werden können. So blieben alle halbwegs trocken und keiner bekam einen Sonnenstich.

erster Teil fand draußen statt...

 
Zurück in Paris am Sonntag mittag (Air France war wieder pünktlich.) empfing mich die lähmende Hitze, die immer noch anhält. Die Vorstellung von Carmen (zurück zur anderen Geige und zu 440hz) hat auch wieder Spaß gemacht. Ich war froh, daß alles so gut lief.
Am Abend verzichtete ich auf gemeinsame Abendessen und ging zur Pont Neuf, um mal wieder eine Bootsrundfahrt auf der Seine zu machen. Das erschien mir nach diesem Tag die sinnvollste Abendgestaltung und so war es auch. Ich genoß die Farben der Dämmerung und den Halbmond, der über den Häusern stand. Die Ufer waren voller Leute, der Sommer hatte hier Einzug gehalten.

Erster Tagebucheintragung direkt aus Paris

 

Geiger an der Opera Comique

Hier ist nun mein erster Versuch eines elektronischen Tagebuchs für alle meine Freunde und Interessenten. Ich bin gerade in Paris, spiele mit dem Orchestre révolutionaire et romantique in der Opera Comique Carmen. Das ist unglaublich spannend und herrlich zu spielen. die Sänger sind hervorragend und die Opera comique, wo Carmen ja uraufgeführt wurde, ist ein besonders schönes Opernhaus. Der goldene Geiger (siehe Foto) steht an der Vorderfassade beim Haupteingang der Oper.

Unglaublich, wie das mit der Technik so funktioniert, noch kurz zuvor wurde ich inspiriert, doch auch mal einen Blog zu benutzen, und schon schreibe ich den ersten Artikel: Ein riesiges Lob der Schwägerin Petra!!!