Passion

Kurzurlaub im geliebten Venedig

Nun beginnt wieder die Passionszeit. Morgen habe ich endlich mal wieder eine Matthäuspassion von Bach. Allerding muß ich zum ersten Mal das Solo des zweiten Orchesters spielen, was mir gar nicht leicht fällt. Vielleicht bin ich auch durch das viele Viola d’amore Spielen in eine etwas langsamere Spielart gefallen. Na ja, es wird schon werden. Nach unserer CD-Aufnahme  (Ich berichte darüber noch auf der eigenen Seite www.violen-damore.de) hatte ich glücklicherweise noch etwas Zeit zum Aufarbeiten aller unerledigten Dinge. 

Außerdem fuhren wir mal ein paar Tage zu Freunden nach Padua. Hervorragend essen und Inspirationen für kommende italienische Projekte sammeln… 

Mit Rigoletto in Mantua

Wir hatten Zeit, Mantua, Vicenza und natürlich Venedig zu besichtigen. Leider war es auch in Italien noch sehr kalt, ein wenig Sonne gab es aber doch. 

Klaus vor venezianischem Hintergrund (echt!)

So ließen wir es uns gut gehen und nun geht es weiter im musikalischen und sonstigen Alltag. 

Typisch Anne! Postkarten haben eine magische Anziehungskraft für mich!

Zum Schluss noch ein CD-Tipp, a propos Passionszeit!
Ich habe neulich wieder viel zu viele CDs gekauft, aber eine davon muss ich unbedingt empfehlen. Es ist eine Johannespassion von Francesco Feo (1691 – 1761). Wunderbar! Bis 15. März ist sie bei jpc noch zum billigeren Preis zu haben. Abgesehen von der herrlichen Musik ist das ganze Buch auch sehr schön gemacht, finde ich jedenfalls.

Die vielen Sa(e)iten einer Viola d’amore

Manchmal ahnt man ja gar nicht, wenn man etwas plant, was alles noch dazu gehört und wieviel Arbeit ein Projekt dann letztendlich macht. Aber diesmal war es mit klar. Deshalb habe ich mir für die Viola d’amore auch Zeit genommen. Und trotzdem ist es wieder viel zu viel, was auf einmal erledigt werden soll. Und diese vielen Saiten der Viola d’amore immer in rechterStimmung zu halten, ist bei diesem Winterwetter auch kein leichtes Unterfangen. Doch wenn dann die vielen Saiten des herrlichen Instrumentes im Wohlklang schwingen und die lustigen und traurigen Melodien durch die Räume schallen, dann gefällt es mir ja doch wieder sehr und ich freue mich auf unsere Konzerte am 13. und 14. Februar.

Mehr von unserem Projekt  (für alle fremden Leser meines Tagebuches) kann man unter www.violen-damore.de erfahren. Dort gibt es auch ein kleines Aufnahmetagebuch.

Wir haben in unserem Schloss in Blankenburg schöne Fotos machen lassen. (Kerstin Gutsche – Kreativstudio Blankenburg) 
Daraus habe ich einen kleinen Film gebastelt:

Und Gott sah, dass es gut war…

Und Gott sah, dass es gut war…
Unser Haydn Projekt mit etlichen Aufführungen von „Schöpfung“ und „Jahreszeiten“ hat begonnen. Ich freue mich sehr, diese schöne Musik endlich mal wieder zu spielen. Aber es ist nicht einfach fürs Orchester: Wer den Text nicht wirklich versteht, kann leicht die vielen kleinen Details verpassen, die den einzelnen Bilder in den Arien ihren Ausdruck und ihre Farben verleihen. Und Haydn verwendet viele kleine Motive, um die Wirkung eines musikalischen Bildes zu unterstreichen. Wie auch bei Händel kann die Musik schnell einfach nur dahin gehen und so die Klarheit verlieren. Aber wenn die Details lebendig werden, dann sind die beiden Oratorien wie zwei große Bilderbücher.
Die Schöpfung war das erste Konzert von vielen und glücklicherweise das Abschlusskonzert des Festivals im herrlichen Dom von Pisa. Ja, da durfte ich nun schon wieder diese wundervollen Bauwerke bewundern.. Mein Hotelzimmer hatte wieder den herrlichen Ausblick zur Piazza dei Miracoli, ich fühlte mich wie zu Hause.
Auf dem Hinweg hatte ich mir noch einen Abend in Venedig gegönnt. Wieder mußte ich feststellen, daß mir dort die Zeit nie ausreicht. Trotzdem versuchte ich so viel wie möglich einzusaugen von der unglaublichen Atmosphäre. Diesmal war Nebel über der Stadt, was den Gassen und Kanälen genau die Stimmung verlieh, die meine Fantasie anregt und geheimnisvolle Geschichten hervorzaubert. Stundenlang hätte ich mich irgendwohin verlieren können, um dann wieder an bekannte Ecken zu gelangen. Na ja, vielleicht ein andermal.
O Gondola!
O Gondola!

Venedig war am nächsten Morgen schon vom Zug aus nicht mehr zu sehen, völlig in diesen geheimnisvollen Nebel eingehüllt, als wollte es seine Geheimnisse nicht preisgeben.
Im Zug nach Pisa hörte ich noch eine Vivaldi Oper „La Fida Ninfa“ mit Jean-Christophe  Spinosi und seinem Ensemble Mattheus. Da gibt es noch andere, alle sehr zu empfehlen, da geht echt die Post ab, wie man so schön sagt! Von wegen Vivaldi ist langweilig!!!